VPS-Szenen
Zeigen Sie AR-Inhalte an einer genauen Stelle eines realen Ortes, ohne Marker an den Wänden. Diese Seite führt Sie vom Scannen des Ortes bis zur fertigen Szene.
Die meisten AR-Szenen hängen an etwas, das die Kamera erkennt: einem Bild, einem Code oder einer ebenen Fläche. VPS (visuelle Positionsbestimmung) ermittelt dagegen, wo sich Besucher befinden – innerhalb eines Ortes, den Sie vorher gescannt haben. Dann zeigt es Ihren Inhalt an der Stelle, die Sie gewählt haben.
So erscheint ein Museumsschild am richtigen Exponat oder ein Pfeil zeigt in den richtigen Gang, ohne Marker an der Wand.
Ein Marker funktioniert überall, wo Sie ihn aufhängen können, und braucht keine Vorbereitung. Für VPS muss der Ort erst gescannt werden, dann funktioniert es aber am ganzen Ort, ohne dass etwas an den Wänden hängt.
Vom Scan zur Szene
1. Ort scannen
Scannen Sie den Ort mit der App AR Clip Mapper. Ein Handy genügt – LiDAR brauchen Sie nicht.
Für große oder anspruchsvolle Orte können Sie eine Karte auch aus LiDAR, 360°-Kameras, vorhandenen CAD- oder BIM-Daten, Panoramen und Video erstellen. → LiDAR · 360° und Video · CAD und BIM · eigene Bilder
2. Verarbeitung abwarten
Der Scan wird verarbeitet und zu einer Karte, die Ihr Team nutzen kann. Jede Karte bekommt eine ID.
3. Szene anlegen
Fügen Sie in Studio eine Szene hinzu und stellen Sie ihren Trigger auf Oberfläche. Schalten Sie VPS verwenden ein und wählen Sie dann unter Standorte, mit welchen Karten Ihres Teams die Szene Besucher finden soll.
→ Szenen
Eine VPS-Szene ohne Karte kann nicht funktionieren, und der Editor warnt Sie davor. Sie können mehrere Karten wählen – das hilft, wenn ein Ort in Teilen gescannt wurde.
4. Inhalt platzieren
Platzieren Sie Objekte wie gewohnt in der Szene. Ihre Positionen beziehen sich auf den gescannten Ort. Wer dort steht, sieht also genau das, was Sie angeordnet haben.
5. Wartezeit einplanen
Es dauert eine Weile, bis Besucher gefunden sind. Wenn Sie das nicht einplanen, wirkt das Projekt schnell kaputt.
Wenn Besucher ankommen, schwenken sie ihr Handy umher, und das System versucht zu erkennen, wo sie sind. Das nennt man Lokalisierung, und es kann mehrere Versuche brauchen. Vier Ereignisse sagen Ihnen, was gerade passiert:
| Ereignis | Was Sie tun |
|---|---|
| VPS bereit | die Positionsbestimmung hat begonnen – zeigen Sie „Sehen Sie sich um“ |
| VPS lokalisiert | die Person wurde gefunden – zeigen Sie Ihren Inhalt |
| VPS-Lokalisierung fehlgeschlagen | das ist normal – ermutigen Sie weiter, zeigen Sie keinen Fehler |
| VPS-Fehler | die Positionsbestimmung kann gar nicht laufen – das ist ein echter Fehler |
VPS-Lokalisierung fehlgeschlagen wird immer wieder ausgelöst, während jemand nach einer Stelle sucht, die das System erkennt. Eine Fehlermeldung bei jedem Fehlversuch lässt ein funktionierendes Projekt kaputt wirken. Zeigen Sie stattdessen Tipps wie „Richten Sie das Handy auf das Gebäude“ oder „Gehen Sie etwas näher heran“, und geben Sie erst nach vielen Versuchen auf.
Anders als in einer Marker-Szene wird VPS-Inhalt nicht automatisch ein- und ausgeblendet. Sonst könnte ein Fehlversuch Ihren Inhalt an der falschen Stelle zeigen. Blenden Sie ihn selbst ein, beim Ereignis VPS lokalisiert.
Tipps für einen guten Scan
Was einer Kamera hilft, ein Bild zu erkennen, hilft ihr auch bei einem Ort:
- Struktur und Details funktionieren besser als leere Flächen. Backstein, Schilder und Kleinkram sind gut, ein weißer Flur ist schwierig.
- Ruhige, überlappende Durchgänge funktionieren besser als ein schneller Schwenk.
- Halten Sie das Licht gleich. Ein nachts gescannter Ort wird mittags vielleicht nicht erkannt.
- Scannen Sie, was bleibt. Möbel werden verschoben, Wände nicht.
Szene testen
VPS können Sie nicht am Schreibtisch testen. Sie brauchen ein Handy, den echten Ort und eine fertig verarbeitete Karte.
- Bauen und prüfen Sie zuerst alles andere – Layout, Interaktionen und Interface – in einer einfachen Szene vom Typ 3D.
- Wenn der Inhalt stimmt, stellen Sie den Trigger auf Oberfläche und schalten VPS verwenden ein.
Weiter: Figma und Sketchfab – Designs und 3D-Modelle ins Projekt holen.